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Antibiotika in Hähnchenfleisch

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Claude Turmes stellt dringende parlamentarische Anfrage an EU-Kommission betreffend Proben von Hähnchenfleisch in denen antibiotikaresistente Keime gefunden wurden.

Aus Untersuchungen, die diese Woche in der deutschen Presse veröffentlicht wurden, geht hervor, dass in Deutschland in 11 von 20 untersuchten Proben von Hähnchenfleisch antibiotikaresistente Keime gefunden wurden. Diese Erreger können im Zuchtbetrieb und später bei der Zubereitung des Fleisches auf den Menschen übergehen und zur Bildung von Resistenzen gegen lebensrettende Medikamente führen.

Der Europaabgeordnete Claude Turmes (déi gréng) hat die EU-Kommission dazu mit einer dringenden parlamentarischen Anfrage befasst (siehe Anhang).

Turmes hat die Kommission aufgefordert, konkrete EU-Regelungen zu unterbreiten, mit denen der prophylaktische Einsatz von Antibiotika in der Viehzucht stufenweise eingestellt wird. Diese Forderung des Europaparlaments hatte keinen Niederschlag im EU-Aktionsplan zur Abwehr der Antibiotikaresistenz vom November 2011 gefunden.

Zudem fordert Turmes eine stärkere Kontrolle der Verschreibung von Antibiotika in der Tierzucht und fragt, ob die Kommission konkrete Maßnahmen im Rahmen der Reform der EU-Agrarpolitik trifft, um eine drastische Reduzierung des Einsatzes von Antibiotika zu erreichen.

"Es besteht dringender Handlungsbedarf. Die hohen Kontaminationsraten könnten auf die systematische prophylaktische Verwendung von Antibiotika in der Massentierhaltung zurückgehen. Die EU-Kommission steht aus Gründen des Gesundheits- und Tierschutzes in der Pflicht, Antibiotika in der Tierzucht zu verbieten. Das kann konsequenterweise nur durch eine andere, naturnahere Landwirtschaft geschehen. Die EU-Agrarreform ist eine Chance, diesen Umstieg anzugehen", erklärt Claude Turmes. 

Parlamentarische Anfrage

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