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Leck auf Ölplattform in Nordsee: Unabhängige Inspektionen und bessere Bohrmethoden notwendig

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Ich hoffe, dass dieser erneute Unfall dafür sorgt, dass das Europaparlament die grünen Vorschläge für schärfere Sicherheitsregeln und bessere Haftungsregeln annimmt und damit die bestehenden, schwachen nationalen Regeln bei Öl- und Gasbohrungen strikter werden.

Brüssel, den 29.3. 2012

Zu dem auf einer Ölplattform in der Nordsee aufgetretenen Leck erklärt Claude Turmes, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Europaparlament:

"Zuerst einmal bin ich bin froh darüber, dass die Arbeiter der Plattform evakuiert werden konnten und kann nur hoffen, dass es vor der schottischen Küste nicht zu der gefürchteten Riesenexplosion kommt.
  
Die EU-Kommission hat Anfang dieses Jahres einen Vorschlag für strengere EU-Regelungen für Öl- und Gasbohrungen vorgelegt. Dieser Gesetzesvorschlag ist jedoch unter dem Einfluss der Öl- und Gaslobby und verschiedener Regierungen, besonders Großbritannien und Frankreich, viel zu schwach ausgefallen. Er wird jetzt im Europaparlament beraten und kann bis Ende des Jahres mit den Regierungen verhandelt werden. 
 
Ich hoffe, dass dieser erneute Unfall dafür sorgt, dass das Europaparlament die grünen Vorschläge für schärfere Sicherheitsregeln und bessere Haftungsregeln annimmt und damit die bestehenden, schwachen nationalen Regeln bei Öl- und Gasbohrungen strikter werden.

Wichtig sind folgende Prinzipien: In ökologisch schützenswerten Gebieten dürfen keine Bohrungen stattfinden und die Forschung im Bereich sicherer Bohrmethoden muss vorangetrieben werden. Zudem muss die europäische Agentur für Meeresschutz (EMSA) mehr Kompetenzen bekommen und eigenmächtig Inspektionen auf den Bohrinseln durchführen können."

 

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