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Rohstoffe: Die EU braucht eine Strategie!

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Die EU ist nicht nur in einer Finanzkrise, ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt auch entscheidend davon ab, ob sie weiter Zugang zu Rohstoffen behält. Eine EU-Strategie ist notwendig.

Strassburg, den 13. September 2011

Das Europäische Parlament hat den Bütikofer Bericht zur Europäischen Rohstoffstrategie heute mit sehr großer Mehrheit angenommen. Dazu erklärt Claude Turmes:

"Die EU ist nicht nur in einer Finanzkrise, ihre wirtschaftliche Entwicklung hängt auch entscheidend davon ab, ob sie weiter Zugang zu Rohstoffen behält. Die Rohstoffpreise sind teilweise enorm angestiegen und viele innovative Geräte benötigen seltene Erden, die nur in einzelnen Teilen der Erde gewonnen werden. Der Zugang zu Rohstoffen über internationale Rohstoffmärkte ist für die EU unverzichtbar, aber Rohstoffdiplomatie ist nicht Neokolonialismus. Es soll eine Kooperationsstrategie mit rohstoffreichen Ländern verfolgt werden. Die vorgeschlagene Rohstoffdiplomatie muss die Ziele und Anliegen der Entwicklungspolitik respektieren.
 
Die EU muss sich eine sozial- und umweltpolitisch ausgewogene Strategie geben, die auf Rohstoffeffizienz und Wiederverwertung von Rohstoffen gründet, um Nachhaltigkeit und Wettbewerbsfähigkeit zugleich zu fördern.

Unsere heimischen Bergwerke: das sind auch die alten Laptops und Handys in vielen Schubladen. Die EU muss daher das Recycling der wertvollen Stoffe, die sich in vielen elektronischen Geräten befinden, weiter verstärken. Laut Eurostat ist Luxemburg im Jahre 2009 bei der Kompostierung mit einem Fünftel des kommunalen Abfalls einer der EU-Spitzenreiter gewesen; in bezug auf die Recyclingquoten ist unser Land bisher im Mittelfeld anzusiedeln: Rund ein Drittel des kommunalen Abfalls ist im Jahre 2009 recycelt worden, Deutschland liegt dagegen bei einer Recyclingquote von rund der Hälfte der kommunalen Mülls.”

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