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Sharing Economy: Drei Fragen an Andreas Gebhard

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Andreas Gebhard, Gründer der re:publica, gibt uns im Interview bereits vor unserer Konferenz einen Einblick in die Welt der Digitalisierung

Inwiefern wird die Digitalisierung unser Leben in Zukunft verändern?

Andreas Gebhard: Die Digitalisierung verändert ja schon heute unser Leben enorm. Wir können davon ausgehen, dass wir mit dem Internet der Dinge (IoT) oder mit neuen Breitbandtechnologien (5G) eine immer weitere Durchdringung der Welt bekommen werden. Daher ist es sehr wichtig in allen gesellschaftlichen Bereichen über die Digitalisierung nachzudenken. Ich spreche in diesem Zusammenhang von der Digitalen Gesellschaft.

Welche Chancen und welche Risiken bietet die Digitalisierung für Arbeitnehmer?

Andreas Gebhard: Wenn sich Märkte und Geschäftsmodelle verändern, verändern sich auch die Arbeitsbedingungen und Jobsituationen. Daher werden lebenslange Erwerbsbiographien der Vergangenheit angehören. Wer in seinem Job nicht bereit ist für Veränderungen wird es schwer haben. Hier müssen alle Sozialpartner Verantwortung und Hilfestellung geben.

Die spannendste Frage am Schluss, Herr Gebhard. Brauchen wir in Zeiten der digitalen Transformation auch ein Update für unser gesellschaftliches Betriebssystem?

Andreas Gebhard: Auf alle Fälle, wenn wir uns anschauen wie viele Berufe und Jobs wegfallen werden. Wir müssen die Spaltung der Gesellschaft in wenige flexible und mit guten Jobs versorgte Menschen und Joblose verhindern oder mindestens abfedern. Grundsätzlich ist es ja zu begrüßen, wenn Menschen weniger arbeiten müssen und sich mit anderen Dingen beschäftigen können. Diese Zeit muss aber finanzierbar sein und auch mit Sinn gefüllt werden, sonst entsteht Frustration.

Außerdem ist es zentral, dass wir die internationale Zusammenarbeit auch für Bürgerinnen und Bürger attraktiv und interessant machen, die bislang eher regionale Lebenswelten hatten. Nur so können wir den internationalen Gehalt der Digitalisierung mit den lokalen Lebenswirklichkeiten versöhnen.
 

Claude Turmes lädt ein zur Podiumsdiskussion über Sharing Economy:
Neue Konsumkultur oder neue Wirtschaftsordnung?
Neue Herausforderungen für Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik

Donnerstag, 24. November 2016 um 18:30
1535° Creativity Hub in Differdingen

Um Anmeldung wird gebeten: lklein@chd.lu

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